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Inspektionen mit Weitblick – kann man Daten gleichzeitig erfassen und auswerten?

Inspektionen mit Weitblick – kann man Daten gleichzeitig erfassen und auswerten?


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08 Oktober 2015

Sind Sie schon mal zur Rushhour in Wien Bus gefahren? Wie viele Menschen da wohl an jeder Haltestelle ein- und aussteigen?

Diese Frage hat auch ein in ganz Österreich aktives Busunternehmen beschäftigt. Am Weg zu einem Kundenmeeting bin ich an einem Inspektor vorbeispaziert, der alle Fahrgäste manuell gezählt, händisch auf Papier mitprotokolliert hat und ab und zu Fotos zur Dokumentation gemacht hat. „Interessant“, dachte ich mir, „das passiert jetzt wohl gleichzeitig an vielen unterschiedlichen Stellen des Verkehrsnetzes.“ In Summe ergibt das ganz schön viel Personal- und Zeitaufwand. Die manuelle Erfassung, das Hochladen der Fotos und das Übertragen aller Daten in einen Bericht bzw. einer Datenbank, um schließlich zu einer brauchbaren Auswertung zu gelangen.

Visuelle Inspektionen sind immer mit dem Erstellen eines Berichts verbunden. Erfolgen Datenerhebung und Speicherung nicht standardisiert, gehen diese Daten aber für eine weitere Verarbeitung verloren.

Anhand von standardisiert erfassten Prüferkenntnissen lässt sich ein Qualitätsmanagement jedoch rapide entwickeln. Man kann so Korrosionsentwicklungen vorhersagen, Abnützungserscheinungen klassifizieren, systematische Fehler erkennen u. v. m. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Daten in einer hohen Datenqualität zur Verfügung stehen.

Einmal ausgewertet, zeichnen die Daten unseres Busunternehmers ein gutes Bild von der Auslastung, den Stoßzeiten, Verspätungen und akzeptablen Wartezeiten. Je genauer die Datenaufzeichnung, desto besser kann man Maßnahmen setzen, um möglichen Problemen entgegenzuwirken und Ressourcen effizienter einzusetzen.

Warum sollte man nicht bereits die Erfassung der Daten effizient gestalten? Und wie wäre es mit einem System, das das Sammeln von Daten zu einer Nebensache macht oder zumindest so einfach ist, dass es keinen zusätzlichen Aufwand bedeutet?

Jeder Busfahrer könnte auf einem mobilen Gerät die Anzahl wartender Kunden an einer Haltestelle mit genauer Uhrzeit erfassen. Braucht es einen eigenen Inspektor, kann dieser auf Tablet oder Smartphone alle Daten sofort erfassen, speichern und per Knopfdruck einen Bericht erstellen.

Die passende Software dazu gibt es bereits. Ich bin gespannt darauf, wann die Zeit für den Umstieg  aller Unternehmen reif ist. Dann zücken Inspektoren statt des Bleistifts ihr Handy und lästiger Papierkram und Zeitverlust bei der Erfassung und Auswertung von Daten gehören der Vergangenheit an. Die exakte Frequenz an Bushaltestellen zur Rushhour kennen sie dann auch.